Samstag, 7. Februar 2009
da bin ich wieder!
nach 11 tagen bzw. 10 nächten auf reisen bin ich wieder zuhause in nanjing.
mein reisepass ist durch die reisen zu den sonderverwaltungszonen hongkong und macao um einiges vollgestempelter und ich hab auch wieder neue dinge zu erzählen.
am sonntag den 25.1 ging es mit dem flugzeug los nach kanton.
der 25.1 war auch gleichzeitg der ersten tag des chinesischen jahren und so gab es nachts in kanton einen riesigen markt, vollgestopft mit menschen. Auf diesem markt wurden va blumen und pflanzen verkauft, wie auch sonstiger neujahres schnickschnack.
das highlight des zweiten tages war ein 30 minütiges feuerwerk. dieses war wirklich extrem schön.
nach einem weiteren tag in kanton ging es weiter nach hongkong.
da nach macao und hongkong leute aus ehemaligen soz. oder kommunistischen länderen nur mit einem extravisa, dessen ausstellungsstelle in peking ist, dürfen, gingen nur ich und david.
eva und faya, die mit uns aufgebrochen waren blieben zurück in kanton.
zuerst hatten ich und david geplant zu aller erst nach macao zu gehen, da wir keine unterkunft in hongkong hatten. doch mittwochmorgens um 11:30 haben wir im mc donalds beschlossen, es doch einfach mal in hongkong zu versuchen.
wir suchten uns dann eine adresse von nem hostel in hongkong raus und machten uns mit dem zug auf den weg nach shenzhen. Von shenzhen aus gelangt man zu der grenze von hongkong. das lief dann auch ganz gut, va. da uns ein mädel aus hongkong führte (neben der saß ich im zug und die meinte dann sie zeigt uns den weg, sie muss eh nach hongkong).
das coole an der ganzen china-hongkong grenze ist, dass man festland-china über ne rolltreppe und ne brücke verlässt.
in hongkong angekommen machten wir uns dann gleich auf die suche nach dem hostel, wobei das sehr einfach war.
raus aus der metrostation, raus auf die nathan street und ein paar meter. die nathan street ist die größte straße in hongkong, kowloon (ist im prizip downtown. von unserer bleibe waren es dann 5 min zum hafen).
aber zurück zu der hostelsuche. man betritt dann sowas wie ne marktkhalle von der nathan street aus, voll mit allen möglichen läden. hier gibt es dann vier aufzugspots, in denen es in die jeweiligen überbauten hochgeht. „unser“ hostel war im c block und leider schon völlig belegt.
die unterkunftssituation war durch chin. neujahr die hölle.
über umwege sind wir dann an inder geraten, die uns einen raum anboten, der als wir ankamen belegt war. so zogen wir in ein „loch“ für 200 hk dollar die nacht (unser sehr gutes hotel in katon kostete 140 yuan die nacht (1 yuan=1,1 hk dollar).
das loch bestand aus einem bett (1.8m auf 1.5m) einem engen gang und einem „bad“.
wir beide haben es überlebt dort zu übernachten. war nicht so schlimm, jedoch ziemlich eng in dem bett zu zweit.
am zweiten tag sind wir dann durch zufall in n anderes hostel geraten, mit 2 betten mehr platz und einem größeren bad. die nächsten 2 tage haben wir dann noch jeweils in dem hostel in den nächstgrößeren raum gewechselt.
An hongkong ist das wohl beeindruckenste die skyline. bei nacht ist sie unglaublich und dies va. das erste mal und von the peak, einem gifel mit aussichtsplattform und fantastischer übersicht.
krass ist auch wie sehr hongkong durch seine britische vergangenheit geprägt ist. hongkong ist für mich sowas wie der mix aus new york, london und china.
nach 4 tagen hongkong ging es dann per fähre nach macao. auch macao merkt man seine kolonialgeschichte an. die stadt wirkt sehr südeuropäisch mit kleine gassen, der altstadt um das wahrzeichen, der st. pauls-ruine. das an macao faszinierenste sind die casinos. va. das venetian haut einen um. riesige spielhalle, im zweiten stock sind rund um den restaurantbereich kanäle mit gondeln und venedig nachgebildet und alles ist gigantisch und prachtvoll.
nach 11 tagen bzw. 10 nächten auf reisen bin ich wieder zuhause in nanjing.
mein reisepass ist durch die reisen zu den sonderverwaltungszonen hongkong und macao um einiges vollgestempelter und ich hab auch wieder neue dinge zu erzählen.
am sonntag den 25.1 ging es mit dem flugzeug los nach kanton.
der 25.1 war auch gleichzeitg der ersten tag des chinesischen jahren und so gab es nachts in kanton einen riesigen markt, vollgestopft mit menschen. Auf diesem markt wurden va blumen und pflanzen verkauft, wie auch sonstiger neujahres schnickschnack.
das highlight des zweiten tages war ein 30 minütiges feuerwerk. dieses war wirklich extrem schön.
nach einem weiteren tag in kanton ging es weiter nach hongkong.
da nach macao und hongkong leute aus ehemaligen soz. oder kommunistischen länderen nur mit einem extravisa, dessen ausstellungsstelle in peking ist, dürfen, gingen nur ich und david.
eva und faya, die mit uns aufgebrochen waren blieben zurück in kanton.
zuerst hatten ich und david geplant zu aller erst nach macao zu gehen, da wir keine unterkunft in hongkong hatten. doch mittwochmorgens um 11:30 haben wir im mc donalds beschlossen, es doch einfach mal in hongkong zu versuchen.
wir suchten uns dann eine adresse von nem hostel in hongkong raus und machten uns mit dem zug auf den weg nach shenzhen. Von shenzhen aus gelangt man zu der grenze von hongkong. das lief dann auch ganz gut, va. da uns ein mädel aus hongkong führte (neben der saß ich im zug und die meinte dann sie zeigt uns den weg, sie muss eh nach hongkong).
das coole an der ganzen china-hongkong grenze ist, dass man festland-china über ne rolltreppe und ne brücke verlässt.
in hongkong angekommen machten wir uns dann gleich auf die suche nach dem hostel, wobei das sehr einfach war.
raus aus der metrostation, raus auf die nathan street und ein paar meter. die nathan street ist die größte straße in hongkong, kowloon (ist im prizip downtown. von unserer bleibe waren es dann 5 min zum hafen).
aber zurück zu der hostelsuche. man betritt dann sowas wie ne marktkhalle von der nathan street aus, voll mit allen möglichen läden. hier gibt es dann vier aufzugspots, in denen es in die jeweiligen überbauten hochgeht. „unser“ hostel war im c block und leider schon völlig belegt.
die unterkunftssituation war durch chin. neujahr die hölle.
über umwege sind wir dann an inder geraten, die uns einen raum anboten, der als wir ankamen belegt war. so zogen wir in ein „loch“ für 200 hk dollar die nacht (unser sehr gutes hotel in katon kostete 140 yuan die nacht (1 yuan=1,1 hk dollar).
das loch bestand aus einem bett (1.8m auf 1.5m) einem engen gang und einem „bad“.
wir beide haben es überlebt dort zu übernachten. war nicht so schlimm, jedoch ziemlich eng in dem bett zu zweit.
am zweiten tag sind wir dann durch zufall in n anderes hostel geraten, mit 2 betten mehr platz und einem größeren bad. die nächsten 2 tage haben wir dann noch jeweils in dem hostel in den nächstgrößeren raum gewechselt.
An hongkong ist das wohl beeindruckenste die skyline. bei nacht ist sie unglaublich und dies va. das erste mal und von the peak, einem gifel mit aussichtsplattform und fantastischer übersicht.
krass ist auch wie sehr hongkong durch seine britische vergangenheit geprägt ist. hongkong ist für mich sowas wie der mix aus new york, london und china.
nach 4 tagen hongkong ging es dann per fähre nach macao. auch macao merkt man seine kolonialgeschichte an. die stadt wirkt sehr südeuropäisch mit kleine gassen, der altstadt um das wahrzeichen, der st. pauls-ruine. das an macao faszinierenste sind die casinos. va. das venetian haut einen um. riesige spielhalle, im zweiten stock sind rund um den restaurantbereich kanäle mit gondeln und venedig nachgebildet und alles ist gigantisch und prachtvoll.
Mittwoch, 21. Januar 2009
hallo! (bald) gutes neues chinesisches jahr!
ich bin jetzt mittlerweile wieder 2 ½ wochen hier in nanjing, nachdem ich weihnachten und neujahr zuhause in deutschland feiern konnte.
Hier in nanjing ist es va. kalt. so musste ich mir in den ersten tagen einen heizer kaufen um es in meinem zimmer auszuhalten.
zudem habe ich jetzt semesterferien. dadurch hat sich bei mir in den letzen wochen ein 2-tages-rhytmus eingestellt. am ersten tag party bis die lichter im 1912 angehen. Das bedeutet dann ein zubettgehen zwischen 4e und 6 uhr, je nach club. daraufhin verschlafe ich dann den ganzen tag und stehe rechtzeitig zum abendessen auf.
jeder zweite tag wird normal geführt. hier mache ich dann die notwendigen dinge, wie z.b die verlängerung meines visums letzte woche.
das einzig dumme die letzten tage ist, dass relativ viele leute mit denen ich viel zu tun hatte gehen. manche gehen zurück an ihre heimatuni. andere wechseln hier innerhalb chinas.
was gerade auch krass ist, ist der fakt, dass kein mensch mehr in der kantine ist und isst.
99% der chinesischen studenten ist nach hause gefahren um dort neujahr mit dem familienclan zu feiern.
Und um diese einsamkeit in der kantine zu umgehen haben wir beschlossen zu reisen.
Meine favoriten waren vietnam oder das südliche china in reichweite von hongkong.
Es ist letzteres geworden. Wir fliegen am 25.01 nach 广州-guangzhou-kanton, touren dann nach 澳门-aomen-macau und 香港-xianggang-hongkong um schließlich am 04.02 wieder von kanton aus nach hause zu fliegen.
Soweit von mir; und ach ja mein internetanschluss spinnt irgendwie. Internet ist gerade ehr magelware.
ich bin jetzt mittlerweile wieder 2 ½ wochen hier in nanjing, nachdem ich weihnachten und neujahr zuhause in deutschland feiern konnte.
Hier in nanjing ist es va. kalt. so musste ich mir in den ersten tagen einen heizer kaufen um es in meinem zimmer auszuhalten.
zudem habe ich jetzt semesterferien. dadurch hat sich bei mir in den letzen wochen ein 2-tages-rhytmus eingestellt. am ersten tag party bis die lichter im 1912 angehen. Das bedeutet dann ein zubettgehen zwischen 4e und 6 uhr, je nach club. daraufhin verschlafe ich dann den ganzen tag und stehe rechtzeitig zum abendessen auf.
jeder zweite tag wird normal geführt. hier mache ich dann die notwendigen dinge, wie z.b die verlängerung meines visums letzte woche.
das einzig dumme die letzten tage ist, dass relativ viele leute mit denen ich viel zu tun hatte gehen. manche gehen zurück an ihre heimatuni. andere wechseln hier innerhalb chinas.
was gerade auch krass ist, ist der fakt, dass kein mensch mehr in der kantine ist und isst.
99% der chinesischen studenten ist nach hause gefahren um dort neujahr mit dem familienclan zu feiern.
Und um diese einsamkeit in der kantine zu umgehen haben wir beschlossen zu reisen.
Meine favoriten waren vietnam oder das südliche china in reichweite von hongkong.
Es ist letzteres geworden. Wir fliegen am 25.01 nach 广州-guangzhou-kanton, touren dann nach 澳门-aomen-macau und 香港-xianggang-hongkong um schließlich am 04.02 wieder von kanton aus nach hause zu fliegen.
Soweit von mir; und ach ja mein internetanschluss spinnt irgendwie. Internet ist gerade ehr magelware.
Montag, 1. Dezember 2008
你们好-Nimen hao!
Da bin ich wieder. Dass ich die letzte Zeit nichts mehr geschrieben hab liegt zum einen an meinem Internetanschluss und zum anderen an meinem Alltag.
China ist mittlerweile einfach Alltag geworden, irgendwie ist alles so vertraut, normal und, aus meiner Sicht mitunter, nicht unbedingt berichtenswert. Man macht zwar ab und zu noch manche Entdeckungen, aber an und für sich erlebe ich soviel wie jeder andere Student, mit dem Unterschied, dass ich in China bin und als Spaßstudent Chinesisch lerne.
Der andere Grund für meine Bloggerverweigerung ist wie gesagt das Internet an sich.
Da hier im Wohnheim irgendwas am Internet rumgewerkelt wurde, hatten wir die letzten fast 3 Wochen kein Internet. Man muss wissen, in China ist alles schnell und hektisch bis es ans Arbeiten geht. Jeder Arbeitsplatz ist eigentlich doppelt besetzt (so scheint es zumindest), jedoch geht es dadurch irgendwie nicht schneller. Eine Arbeitsmoral ist nicht vorhanden und jeder stümpert so vor sich hin.
Die Arbeiten am Internet gingen zum Beispiel wie folgt voran: alle 2-3 Tage kam der Arbeitertrupp. Dieser Trupp war dann wiederrum für 1-2 Stunden da, wobei die erste halbe Stunde konsequent mit Radio hören und mitsingen verbracht wurde.
Dementsprechend wurde dann für das Kabelneuverlegen und -anschließen annähernd 3 Wochen benötigt.
Ach ja es gibt noch etwas zu meinem Spaßstudententum zu sagen. Ich habe ja letztes mal das mit dem Examen oder Test erwähnt, den wir natürlich mittlerweile zurückbekommen haben.
Uh uh uh (Bommel gewidmet)... war Klassenbester mit 95 von 100 Punkten.
Das Erschreckende an diesem Test waren aber die Die sind wirklich grottenschlecht und wollen hier nächstes Jahr auf Chinesisch studieren.
Ist irgendwie ne unendlich Geschichte, aber im Prinzip ja deren alleiniges Problem. Wobei es hin und wieder auch meines wird wenn die Pfeifen den Unterricht unnötig verschleppen.
Wenn wir beim Thema Pfeifen sind sind wir auch schon bei den Franzosen....
Bei uns im Gang sind 4 Franzosen, die nur 3 Mal die Woche Uni haben, wenn sie gehen.
Genau die 4 Franzosen können aber nicht so gut mit Alkohl, oder besser seinen Folgen umgehen und das bekommt dann der ganze Gang Freitag- und Mittwochmorgens zwischen 4e und 6e zu spüren. In der Zeitspanne kommen die 4 Musketiere dann Sternhagelvoll von ihrer Clubtour nach Hause, proleten im Gang, schlagen sich gegenseitig wegen Geldangelegenheiten, usw.
Ich hasse Franzosen!
Der ganze Gang wartet dann immer auf Ida, die sich erbarmt aus ihrem warmen Bett zu steigen, in den kalten Gang zu gehen, das Pack zusammen zu scheißen und wieder für Ruhe zum Schlafen zu sorgen.
Kalt ist das nächste Thema. Es ist mittlerweile richtig kalt geworden. Es sind nur 0-10°C, aber wir kommen aus ganz anderen Regionen.
Die ganze Sache wird noch extremer, wenn man weiss dass die Chinesen nichts von Wärmedämmung verstehen. Wir haben hier Fenster die ein Witz sind, nur die Klimaanlage zum heizen und so ist es im Zimmer nicht wirklich kuschelig warm.
Am schlimmsten ist es Morgens, wenn man den Weg Bett-warme Dusche überwinden muss.
Ich hab dann hin und wieder meine Tage in denen ich das warme Bett vorziehe und die Uni schwänze. Kommt nicht so oft vor und wenn, dann ist es schon richtig kalt im Zimmer für mich verwöhnten Deutschen.
Man wird hier so hart...
Ich denke, dass war's erstmal für den nächsten Monat...
再见-zai jian euer 菲利普-fei li pu
Da bin ich wieder. Dass ich die letzte Zeit nichts mehr geschrieben hab liegt zum einen an meinem Internetanschluss und zum anderen an meinem Alltag.
China ist mittlerweile einfach Alltag geworden, irgendwie ist alles so vertraut, normal und, aus meiner Sicht mitunter, nicht unbedingt berichtenswert. Man macht zwar ab und zu noch manche Entdeckungen, aber an und für sich erlebe ich soviel wie jeder andere Student, mit dem Unterschied, dass ich in China bin und als Spaßstudent Chinesisch lerne.
Der andere Grund für meine Bloggerverweigerung ist wie gesagt das Internet an sich.
Da hier im Wohnheim irgendwas am Internet rumgewerkelt wurde, hatten wir die letzten fast 3 Wochen kein Internet. Man muss wissen, in China ist alles schnell und hektisch bis es ans Arbeiten geht. Jeder Arbeitsplatz ist eigentlich doppelt besetzt (so scheint es zumindest), jedoch geht es dadurch irgendwie nicht schneller. Eine Arbeitsmoral ist nicht vorhanden und jeder stümpert so vor sich hin.
Die Arbeiten am Internet gingen zum Beispiel wie folgt voran: alle 2-3 Tage kam der Arbeitertrupp. Dieser Trupp war dann wiederrum für 1-2 Stunden da, wobei die erste halbe Stunde konsequent mit Radio hören und mitsingen verbracht wurde.
Dementsprechend wurde dann für das Kabelneuverlegen und -anschließen annähernd 3 Wochen benötigt.
Ach ja es gibt noch etwas zu meinem Spaßstudententum zu sagen. Ich habe ja letztes mal das mit dem Examen oder Test erwähnt, den wir natürlich mittlerweile zurückbekommen haben.
Uh uh uh (Bommel gewidmet)... war Klassenbester mit 95 von 100 Punkten.
Das Erschreckende an diesem Test waren aber die
Ist irgendwie ne unendlich Geschichte, aber im Prinzip ja deren alleiniges Problem. Wobei es hin und wieder auch meines wird wenn die Pfeifen den Unterricht unnötig verschleppen.
Wenn wir beim Thema Pfeifen sind sind wir auch schon bei den Franzosen....
Bei uns im Gang sind 4 Franzosen, die nur 3 Mal die Woche Uni haben, wenn sie gehen.
Genau die 4 Franzosen können aber nicht so gut mit Alkohl, oder besser seinen Folgen umgehen und das bekommt dann der ganze Gang Freitag- und Mittwochmorgens zwischen 4e und 6e zu spüren. In der Zeitspanne kommen die 4 Musketiere dann Sternhagelvoll von ihrer Clubtour nach Hause, proleten im Gang, schlagen sich gegenseitig wegen Geldangelegenheiten, usw.
Ich hasse Franzosen!
Der ganze Gang wartet dann immer auf Ida, die sich erbarmt aus ihrem warmen Bett zu steigen, in den kalten Gang zu gehen, das Pack zusammen zu scheißen und wieder für Ruhe zum Schlafen zu sorgen.
Kalt ist das nächste Thema. Es ist mittlerweile richtig kalt geworden. Es sind nur 0-10°C, aber wir kommen aus ganz anderen Regionen.
Die ganze Sache wird noch extremer, wenn man weiss dass die Chinesen nichts von Wärmedämmung verstehen. Wir haben hier Fenster die ein Witz sind, nur die Klimaanlage zum heizen und so ist es im Zimmer nicht wirklich kuschelig warm.
Am schlimmsten ist es Morgens, wenn man den Weg Bett-warme Dusche überwinden muss.
Ich hab dann hin und wieder meine Tage in denen ich das warme Bett vorziehe und die Uni schwänze. Kommt nicht so oft vor und wenn, dann ist es schon richtig kalt im Zimmer für mich verwöhnten Deutschen.
Man wird hier so hart...
Ich denke, dass war's erstmal für den nächsten Monat...
再见-zai jian euer 菲利普-fei li pu
Freitag, 31. Oktober 2008
halli hallo ....
ich hab mein schreib-burnout oder literarischen hungerast überwunden, neue dinge erlebt und endlich zeit gefunden dies auch der welt kundzutun. Ich fange jetzt einfach mal völlig zusammenhanglos an zu erzählen.
Wir haben gestern das midsemester examen geschrieben. War eigentlich nicht so schwierig, wobei ich natürlich einen tag später noch keine ergebnisse kenne, va. da ich heute die uni geschwäntzt habe und an deren stelle mit dem anderen, fortgeschrittenen kurs im nationalmuseum war.
Die nächste neuigkeit die mir in den sinn kommt und mitteilenswert ist, ist die sache mit den englischen namen der chinesen. Jeder chinese hat einen englischen namen oder besser internationalen namen, den er sich selbst gibt. Hin und wieder sind die namen ganz sinnvoll gewählt, wenn z.b. aus einem jun john wird. Jedoch gibt es auch die eher zweifelhaften wahlen.
Es gibt so meine top 4 der härtesten verfehlungen. 1. achilles, 2. rocky (wobei das ein kleiner, schmächtiger student war, der, da er die rocky filme nicht kennt, nicht verstand was wir so lustig fanden), 3. steal (ka wie er auf den namen kam) und last but not least 4. minze.
Minze ist der name einer chin. dt. linguistin, die bei der suche nach einem deutschen namen irgendwie auf den allerweltsname minze kam.
Als nächstes muss ich von der chinesischen fernsehlandschaft erzählen. In der kantine läuft von morgens bis abends cctv 5. dies ist der sportkanal der staatlichen fernsehens. Was gut an dem kanal ist, alle fußballligen (von england über italien bis deutschland) in den nachrichten gesendet werden, zudem kommt auch jetzt mit dem start der nba saison ganze spiele live im fernsehen. Das weniger gute und langweilige ist olympia. Immer wenn keine sportnachrichten oder live-sport gesendet wird, laufen olympiawiederholungen. Hier werden dann exzessiv die großen chinesischen momente olympias versendet.
Die einzige unterbrechung vom sport gab es lediglich als 3 chinesen als erste chinesen, wahrscheinlich völlig unbeachtet von der restlichen welt, im weltraum waren.
Während dieser zeit gab es dann weltraum dauerbeschallung mit hintergrundberichten im sendung mit maus stil, livebilder, pressekonferenzen und der landung in irgendeiner wüste.
Das lustige an der landung war, dass sie gesah während wir in der kantine essen waren. In den minuten als die landungskapsel aufgeschweißt wurde, wurde um uns herum komplett das essen eingestellt. Alle schauten gebannt auf die live bilder bis endlich die 3 austronauten, unter der freude aller chinesen, wohlbehalten aus ihrer kapsel krabbelten.
Der nächste nennenswerte punkt sind mal wieder die wochenenden. Ich habe ja wahrscheinlich schon zur genüge erzähl wie gut das weggehn hier ist, aber es sind neue aspekte dazugekommen.
Zum einen die chinesische ausgehmentalität. Die chinesen spielen unglaublich gerne ihre trinkspiele. Es gibt alle mögliche arten und typen von trinkspielen. Einerseits die würfelspiele, so stehen in allen clubs an den tischen würfelbecher und würfel, zum anderen die trinkspiel die ehr so in richtung schnick schnack schnuck gehen. Bei denen blick ich jedoch noch nicht ganz so durch.
Zum anderen ist es immer wieder die gastfreundschaft. Es ist so unglaublich was man hier für einen guten ruf als deutscher hat und wie man auf genommen wird. Ich denke, dass es hier in nanjing va. an den deutschen firmen liegt, die sich hier angesiedelt haben und im lokalen vergleich sehr gut zahlen, dann an der geschichte, dass ein dt. nazi hier in nanjing viele chinesen während des japanischen massakers gerettet hat und schlussendlich einfach allgemein dem guten standing, welches wir in der welt besitzen.
Vorletzte woche standen wir einfach nur in einem club, dem mazzo, rum und haben auf jemanden gewartet. Auf einmal hatten wir jeder ein stück kuchen in der hand und waren damit im prinzip auf ner geburtstagsparty eingeladen. Wir standen wirklich nur rum und auf einmal waren wir mittendrin statt nur dabei. Wir waren dann für 2 stunden bestens versorgt. Was einem dabei aber auch auffällt, ist das es jetzt in china eine schicht gibt, die gut geld verdient und das mitunter protzig zur schau stellt.
Was das ausgehen in china außerdem bereichert sind die kleinen suppenküchen und restauarants, die die ganze nacht über offen haben. Hierbei muss man auch noch einen kontrast erwähnen der krass ist. Tags über ist die stadt voller leben, menschen, autos usw.. nacht jedoch ist alles wie ausgestorben. Hier und da geht einer nach hause oder die taxis kreuzen durch die straßen, jedoch in den straßen mit diesen kleinen küchen tobt das volle leben. Wenn man um 4 nachts nach dem weggehen noch was kleines essen geht spielen sogar noch kleine kinder auf der straße. Zurück zu den küchen an sich. Hier sind die besten gerichte jiaozi, so etwas wie maultaschen, eine art schaschlik-spieße und suppen aller art.
In meiner klasse gibt’s auch neuigkeiten. Mein ali aus somalia hat 18 geschwister wobei sein vater die leistung mit zwei frauen nebeneinander vollbrachte. Außerdem merke ich jeden tag, dass französischsprachige menschen nicht zum fremdsprachenlernen geboren sind. Bei mir sind das zwei gute bespiele. Einer aus dshibuti, der andere aus guinea. Und wie die jeden tag chinesisch sprechen ist echt zum heulen.
Im chinesischen ist es unglaublich wichtig die töne und buchstaben genau zu treffen bzw. auszusprechen. Ich habe so das gefühl, dass das mit den beiden nix wird.
So ich muss jetzt los, 1912 wartet. An meinem gesamtkunstwerk blog wird demnächst weitergewurschtelt.
ich hab mein schreib-burnout oder literarischen hungerast überwunden, neue dinge erlebt und endlich zeit gefunden dies auch der welt kundzutun. Ich fange jetzt einfach mal völlig zusammenhanglos an zu erzählen.
Wir haben gestern das midsemester examen geschrieben. War eigentlich nicht so schwierig, wobei ich natürlich einen tag später noch keine ergebnisse kenne, va. da ich heute die uni geschwäntzt habe und an deren stelle mit dem anderen, fortgeschrittenen kurs im nationalmuseum war.
Die nächste neuigkeit die mir in den sinn kommt und mitteilenswert ist, ist die sache mit den englischen namen der chinesen. Jeder chinese hat einen englischen namen oder besser internationalen namen, den er sich selbst gibt. Hin und wieder sind die namen ganz sinnvoll gewählt, wenn z.b. aus einem jun john wird. Jedoch gibt es auch die eher zweifelhaften wahlen.
Es gibt so meine top 4 der härtesten verfehlungen. 1. achilles, 2. rocky (wobei das ein kleiner, schmächtiger student war, der, da er die rocky filme nicht kennt, nicht verstand was wir so lustig fanden), 3. steal (ka wie er auf den namen kam) und last but not least 4. minze.
Minze ist der name einer chin. dt. linguistin, die bei der suche nach einem deutschen namen irgendwie auf den allerweltsname minze kam.
Als nächstes muss ich von der chinesischen fernsehlandschaft erzählen. In der kantine läuft von morgens bis abends cctv 5. dies ist der sportkanal der staatlichen fernsehens. Was gut an dem kanal ist, alle fußballligen (von england über italien bis deutschland) in den nachrichten gesendet werden, zudem kommt auch jetzt mit dem start der nba saison ganze spiele live im fernsehen. Das weniger gute und langweilige ist olympia. Immer wenn keine sportnachrichten oder live-sport gesendet wird, laufen olympiawiederholungen. Hier werden dann exzessiv die großen chinesischen momente olympias versendet.
Die einzige unterbrechung vom sport gab es lediglich als 3 chinesen als erste chinesen, wahrscheinlich völlig unbeachtet von der restlichen welt, im weltraum waren.
Während dieser zeit gab es dann weltraum dauerbeschallung mit hintergrundberichten im sendung mit maus stil, livebilder, pressekonferenzen und der landung in irgendeiner wüste.
Das lustige an der landung war, dass sie gesah während wir in der kantine essen waren. In den minuten als die landungskapsel aufgeschweißt wurde, wurde um uns herum komplett das essen eingestellt. Alle schauten gebannt auf die live bilder bis endlich die 3 austronauten, unter der freude aller chinesen, wohlbehalten aus ihrer kapsel krabbelten.
Der nächste nennenswerte punkt sind mal wieder die wochenenden. Ich habe ja wahrscheinlich schon zur genüge erzähl wie gut das weggehn hier ist, aber es sind neue aspekte dazugekommen.
Zum einen die chinesische ausgehmentalität. Die chinesen spielen unglaublich gerne ihre trinkspiele. Es gibt alle mögliche arten und typen von trinkspielen. Einerseits die würfelspiele, so stehen in allen clubs an den tischen würfelbecher und würfel, zum anderen die trinkspiel die ehr so in richtung schnick schnack schnuck gehen. Bei denen blick ich jedoch noch nicht ganz so durch.
Zum anderen ist es immer wieder die gastfreundschaft. Es ist so unglaublich was man hier für einen guten ruf als deutscher hat und wie man auf genommen wird. Ich denke, dass es hier in nanjing va. an den deutschen firmen liegt, die sich hier angesiedelt haben und im lokalen vergleich sehr gut zahlen, dann an der geschichte, dass ein dt. nazi hier in nanjing viele chinesen während des japanischen massakers gerettet hat und schlussendlich einfach allgemein dem guten standing, welches wir in der welt besitzen.
Vorletzte woche standen wir einfach nur in einem club, dem mazzo, rum und haben auf jemanden gewartet. Auf einmal hatten wir jeder ein stück kuchen in der hand und waren damit im prinzip auf ner geburtstagsparty eingeladen. Wir standen wirklich nur rum und auf einmal waren wir mittendrin statt nur dabei. Wir waren dann für 2 stunden bestens versorgt. Was einem dabei aber auch auffällt, ist das es jetzt in china eine schicht gibt, die gut geld verdient und das mitunter protzig zur schau stellt.
Was das ausgehen in china außerdem bereichert sind die kleinen suppenküchen und restauarants, die die ganze nacht über offen haben. Hierbei muss man auch noch einen kontrast erwähnen der krass ist. Tags über ist die stadt voller leben, menschen, autos usw.. nacht jedoch ist alles wie ausgestorben. Hier und da geht einer nach hause oder die taxis kreuzen durch die straßen, jedoch in den straßen mit diesen kleinen küchen tobt das volle leben. Wenn man um 4 nachts nach dem weggehen noch was kleines essen geht spielen sogar noch kleine kinder auf der straße. Zurück zu den küchen an sich. Hier sind die besten gerichte jiaozi, so etwas wie maultaschen, eine art schaschlik-spieße und suppen aller art.
In meiner klasse gibt’s auch neuigkeiten. Mein ali aus somalia hat 18 geschwister wobei sein vater die leistung mit zwei frauen nebeneinander vollbrachte. Außerdem merke ich jeden tag, dass französischsprachige menschen nicht zum fremdsprachenlernen geboren sind. Bei mir sind das zwei gute bespiele. Einer aus dshibuti, der andere aus guinea. Und wie die jeden tag chinesisch sprechen ist echt zum heulen.
Im chinesischen ist es unglaublich wichtig die töne und buchstaben genau zu treffen bzw. auszusprechen. Ich habe so das gefühl, dass das mit den beiden nix wird.
So ich muss jetzt los, 1912 wartet. An meinem gesamtkunstwerk blog wird demnächst weitergewurschtelt.
Dienstag, 14. Oktober 2008
So da bin ich wieder .... und es gibt coole sachen zu erzählen. Zu uns kommt gerade der spätherbst. Das bedeutet hier bis zu 27°C, endlich auch mal 2 tage blauer himmel am stück und man fragt sich, wie es sein wird wenn es in 2 monaten 0°C haben soll. Mir ist jetzt schon kalt wenn ich morgens aus der dusche komm (bei den billigen und dünnen fenstern hier), wobei es morgens so um die 16°C hat.
Das andere ist der krasseste fahrradfahrer, den ich bis jetzt gesehen hab. Kippe im mund und eine aufgeschlagener ordner auf dem lenker, wobei er hierin blätterte (lesen wäre erstmal unmöglich und zweitens lebensgefährlich). Der fahrradfahrer fuhr jedenfalls die straße in schlangenlinien entlang, während er alle paar sekunden aufblickte um nicht gegen den bordstein oder in den entgegenkommenden verkehr zu fahren...
Was auch lustig bis nervend ist, ist das andauernde gehupe. Die hupe, jedenfalls so denken die chinesen, wurde aus dreierlei grund erfunden. Erstens um den überholvorgang von autos bei rollern, fahrrädern oder anderen autos anzukündigen. Zweitens um freche fußgänger zu verscheuchen, die sich erdreisten auf einem zebrastreifen oder anderswo die fahrbahn zu überqueren und somit den autofahrer zur geschwindigkeitsverringerung nötigen.
Der dritte grund ist die staufrustbewältigung. Wenn ein auto mal zum stehen gezwungen wird und es handelt sich um keine ampel, dann wird losgehupt. Es ist so lustig wenn alle irgenwie denken dadurch geht es schneller und wirklich jeder, der zum anhalten gezwungen wird, anfängt zu hupen. In china gibt es deshalb sogar das verkehrsschild „hupen verboten“, wobei die einhaltung eher sekundär ist.
Was auch ungewohnt ist, sind die geldtransporter (ka ob ich das schonmal geschrieben hab, wenn ja dann faszinierts mich halt). Es gibt 2 banken direkt am wohnheim und immer abends kommen die geldtransporter. Hier handelt es sich nicht, wie in deutschland um leute im anzug mit ner pistole im halfter, sondern um 2 wachen in schusssicherer weste, stahlhelm und mit maschinengewehren + einem der das geld holt. Das coole ist dann, dass die wachen auf der straße stehen, maschinengewehr im anschlag, und die ganze szenerie absichern, während das leben außenrum ganz normal weitergeht (die mutigen laufen durch die schusslinie).
Ach ja und ich hab 2 neue mitstudenten bekommen. Eine ägypterin und einer aus guinea, wobei sich beide in die reihe der hochintelligenten und lernressistenten einreihen. Ich hab keine ahnung welches niveau die schulen in den ländern haben. Jedenfalls haben wir ne halbe woche verplempert (zum glück nur in zeichen, unsere sprechenlehrerin machte einfach weiter), um mit denen im kurzdurchlauf das zeug durchzugehen, welches wir schon kennen und (bis aus ali) können. Wobei die dann ebenfalls (wie ali...) nicht mal die einfachensten zeichen können und meinen, dass es so schwer zu lernen ist. Wobei es einfach ne auswendiglernerei ist, die man wohl oder übel machen muss. Es sind eben ungewohnte zeichen und zeichenkombinationen die man in den kopf rein bekommen muss.
Was mir dann immer durch den kopf geht ist, dass es für die doch um was geht. Die brauchen das um hier zu studieren und es für die keine rein spaßveranstaltung ist, wie für mich. Die lernen fürs spätere studium während ich nur fürs leben.
Aber das fällt mich auch immer mehr auf, da jetzt alle studiengänge angefangen haben. Ich bin der einzige der hier zum spaß da ist. Der rest ist entweder für ein jahr oder ein halbes jahr im austausch, lernt chinesisch für das kommende studium hier in china oder absolviert an der uni sein ganzes studium.
Etwas, dass ich mich auch immer mal wieder frag ist, was deren eltern machen oder sind. Ob ich da mit den kindern der führungscliquen afrikas sitze. Denn es ist ja nicht so alltäglich, dass sich eine familie aus simbabwe, somalia oder guinea den auslandaufenthalt und das studium ihres kindes leisten kann (medizin kostet wohl 4000 US $ pro semester .... und mein ali aus somalia will das machen).
Der nebeneffekt davon, dass ich der einzige nicht-wirklich-student bin ist, ich bin der jüngste, das kücken oder der max müller der uni.
Das ist dann schon lustig wenn man mit 5-10 jahre ältern leuten unterwegs ist, wobei man bei meiner reife keinen unterschied merkt.
Die nächste neuigkeit ist folgende: ich habe einen neuen landsmann im haus!
Er heisst michael, ist 29, kommt aus münchen und ist hier für ein halbes jahr im auslandssemester. Michael studiert im „richtigen leben“ irgendwas mit international trade oder economics.
Er kam mitte letzte woche an, wobei er die zeit davor durch sibirien und die mongolei gereist ist.
In der mongolei muss es schon krass sein. Irgendwelche staubpisten sind die hauptverbindungen von west nach ost, über die hälfte der menschen leben noch in ihren jurten und zur mittagszeit hat jeder schon seine halbe flasche wodka intus. Auch die bilder, die er gemacht hat und die ich mir am wochenende angeschaut habe sind beeindruckend. Wüsten und steppen so weit das auge reicht und dazwischen schneebedeckte berge, die einzigen 3 bäume der wüste gobi (die sogar einen eigenen namen tragen) und die ganzen halbwilden kamele und trampeltiere.
Eine ander sache ist die finazkrise und das verhältnis von euro zu yuan. Bei den ganzen wirtschaftlern hier wird man dafür richtig sensiblisiert. Als ich ankam war ein euro ungefähr 10,3 yuan wert am letzten wochende, als die werte in ganz europa den bach herunter gingen, dann nur noch 9,1. Jetzt ist der werte mit all den rettungsplänen zumindest wieder auf 1:9,3 geklettert und nun sind die ganzen wirtschaftsstudenten am überlegen, wann sie am besten geld abheben...
Das andere ist der krasseste fahrradfahrer, den ich bis jetzt gesehen hab. Kippe im mund und eine aufgeschlagener ordner auf dem lenker, wobei er hierin blätterte (lesen wäre erstmal unmöglich und zweitens lebensgefährlich). Der fahrradfahrer fuhr jedenfalls die straße in schlangenlinien entlang, während er alle paar sekunden aufblickte um nicht gegen den bordstein oder in den entgegenkommenden verkehr zu fahren...
Was auch lustig bis nervend ist, ist das andauernde gehupe. Die hupe, jedenfalls so denken die chinesen, wurde aus dreierlei grund erfunden. Erstens um den überholvorgang von autos bei rollern, fahrrädern oder anderen autos anzukündigen. Zweitens um freche fußgänger zu verscheuchen, die sich erdreisten auf einem zebrastreifen oder anderswo die fahrbahn zu überqueren und somit den autofahrer zur geschwindigkeitsverringerung nötigen.
Der dritte grund ist die staufrustbewältigung. Wenn ein auto mal zum stehen gezwungen wird und es handelt sich um keine ampel, dann wird losgehupt. Es ist so lustig wenn alle irgenwie denken dadurch geht es schneller und wirklich jeder, der zum anhalten gezwungen wird, anfängt zu hupen. In china gibt es deshalb sogar das verkehrsschild „hupen verboten“, wobei die einhaltung eher sekundär ist.
Was auch ungewohnt ist, sind die geldtransporter (ka ob ich das schonmal geschrieben hab, wenn ja dann faszinierts mich halt). Es gibt 2 banken direkt am wohnheim und immer abends kommen die geldtransporter. Hier handelt es sich nicht, wie in deutschland um leute im anzug mit ner pistole im halfter, sondern um 2 wachen in schusssicherer weste, stahlhelm und mit maschinengewehren + einem der das geld holt. Das coole ist dann, dass die wachen auf der straße stehen, maschinengewehr im anschlag, und die ganze szenerie absichern, während das leben außenrum ganz normal weitergeht (die mutigen laufen durch die schusslinie).
Ach ja und ich hab 2 neue mitstudenten bekommen. Eine ägypterin und einer aus guinea, wobei sich beide in die reihe der hochintelligenten und lernressistenten einreihen. Ich hab keine ahnung welches niveau die schulen in den ländern haben. Jedenfalls haben wir ne halbe woche verplempert (zum glück nur in zeichen, unsere sprechenlehrerin machte einfach weiter), um mit denen im kurzdurchlauf das zeug durchzugehen, welches wir schon kennen und (bis aus ali) können. Wobei die dann ebenfalls (wie ali...) nicht mal die einfachensten zeichen können und meinen, dass es so schwer zu lernen ist. Wobei es einfach ne auswendiglernerei ist, die man wohl oder übel machen muss. Es sind eben ungewohnte zeichen und zeichenkombinationen die man in den kopf rein bekommen muss.
Was mir dann immer durch den kopf geht ist, dass es für die doch um was geht. Die brauchen das um hier zu studieren und es für die keine rein spaßveranstaltung ist, wie für mich. Die lernen fürs spätere studium während ich nur fürs leben.
Aber das fällt mich auch immer mehr auf, da jetzt alle studiengänge angefangen haben. Ich bin der einzige der hier zum spaß da ist. Der rest ist entweder für ein jahr oder ein halbes jahr im austausch, lernt chinesisch für das kommende studium hier in china oder absolviert an der uni sein ganzes studium.
Etwas, dass ich mich auch immer mal wieder frag ist, was deren eltern machen oder sind. Ob ich da mit den kindern der führungscliquen afrikas sitze. Denn es ist ja nicht so alltäglich, dass sich eine familie aus simbabwe, somalia oder guinea den auslandaufenthalt und das studium ihres kindes leisten kann (medizin kostet wohl 4000 US $ pro semester .... und mein ali aus somalia will das machen).
Der nebeneffekt davon, dass ich der einzige nicht-wirklich-student bin ist, ich bin der jüngste, das kücken oder der max müller der uni.
Das ist dann schon lustig wenn man mit 5-10 jahre ältern leuten unterwegs ist, wobei man bei meiner reife keinen unterschied merkt.
Die nächste neuigkeit ist folgende: ich habe einen neuen landsmann im haus!
Er heisst michael, ist 29, kommt aus münchen und ist hier für ein halbes jahr im auslandssemester. Michael studiert im „richtigen leben“ irgendwas mit international trade oder economics.
Er kam mitte letzte woche an, wobei er die zeit davor durch sibirien und die mongolei gereist ist.
In der mongolei muss es schon krass sein. Irgendwelche staubpisten sind die hauptverbindungen von west nach ost, über die hälfte der menschen leben noch in ihren jurten und zur mittagszeit hat jeder schon seine halbe flasche wodka intus. Auch die bilder, die er gemacht hat und die ich mir am wochenende angeschaut habe sind beeindruckend. Wüsten und steppen so weit das auge reicht und dazwischen schneebedeckte berge, die einzigen 3 bäume der wüste gobi (die sogar einen eigenen namen tragen) und die ganzen halbwilden kamele und trampeltiere.
Eine ander sache ist die finazkrise und das verhältnis von euro zu yuan. Bei den ganzen wirtschaftlern hier wird man dafür richtig sensiblisiert. Als ich ankam war ein euro ungefähr 10,3 yuan wert am letzten wochende, als die werte in ganz europa den bach herunter gingen, dann nur noch 9,1. Jetzt ist der werte mit all den rettungsplänen zumindest wieder auf 1:9,3 geklettert und nun sind die ganzen wirtschaftsstudenten am überlegen, wann sie am besten geld abheben...
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