So ein scheiss ... hab ich heut n paarmal gedacht.
Zu aller erst ging mein pc nicht mehr (seit gestern abend). Zum glück hab ich meinen eigenen „pc-chinesen“ und der hat mich dann zu nem samsung-laden in der innenstadt geführt. Die konnten den pc dann auch zum glück wieder repariert.
Zum andern habe ich einen si ma li ren/einen aus somalia in meiner chinesisch klasse. Der kam erstamal ne woche zu spät und hat uns fast ne woche aufgehalten, als ihm der ganze stoff, den wir schon kannten vermittelt wurde. Heute hat er dann mit dem (sehr netten) lehrer diskutiert, wie schwer ihm die zeichen fallen, da er beim diktat nix auf die reihe brachte.
Die sache ist nur die, dass er kann nicht mal die basics wie ni (du) oder nü (frau) schreiben, die so alltäglich sind. Die diskussion ist also eine witz wobei er jetzt sowieso eine ferienwoche zeit hatte sowas zu lernen.
Jedenfalls hat er dann nach einem chinesischen alphabet gefragt, da er meinte das erleichtert ihm die sache. Daraufhin musste ihm erklärt werden, dass das ping yin also die alternative zu den zeichen in lat. Buchstaben erst 50 jahre alt ist, es somit kein alphabet oder ähnliches gibt, sondern nur die zeichen, die man eben zu können hat und somit auswendig lernen muss. Die moral von der geschichte war folgendes: wir verschwendeten ne halbe stunde, er kann seine zeichen immer noch nicht ... ach ja und er will ab nächstes jahr medizin in chinesisch studieren .... ich denk mal das wird nix - hierzu braucht man mehr als die 3000-5000 zeichen, die man für einen normalen chinesichen alltag braucht.
Das letzte war dann noch das financial center der uni wo ich meine studentenkarte/essenskarte aufladen musste. Vor mir standen 2 leute. Der eine hatte irgendwie alle erdenkensmögliche probleme mit seiner karte und brauchte 10 min ohne ergebnis. Der direkt vor mir in der schlange erdreistete sich mit einem 50 yuan schein, der eine kleine riss in der mitte hatte, zu zahlen. Diesen musste die „kartenaufladefrau“ erst noch in zeitlupe mit tesa kleben .... nach 15 min war ich durch (ich braucht ungefähr 40 sec), wobei nun der ganze gang voll wartender studenten war.
Nun ein völlig anderes thema:
Das erfreuliche an china/nanjing ist das weggehn. Es gibt 2 „ausländerclubs“. Wobei beide eigentlich scheiße sind. Im scarlet hängen die ganzen afrikaner rum (kenn zwar paar von denen) aber da isses langweilig. Der andere club ist castle bar, in dem die weissen rumhägen. Ebenfalls langweilig und zudem auch voll mit alten säcken.
Richtig geil wird es im 19 12 (schon erwähnt: das club....-viertel).
Als europäer/auch -in ist man da sehr gern gesehen, wobei nicht viele bis keine anderen ausländer dort sind.
Generell ist es hier sehr angenehm und vorteilhaft als (weisser) europäer. Die chinesen verbinden dass irgendwie mit der westl. fortschrittlichkeit und dem lifestyle den sie anstreben. Und genauso wie die chinesen ein schweinegeld beim (westl.) mc donalds ausgeben, hat man als westler einen ebensolchen stand als etwas besonderes. (beispiele: eva fiel bei mc donalds ihr zeug runter-bekam eínfach eine neue portion ohne was zahlen zu müssen (war ihr eigener fehler und ein chinese hätte nix umsonst bekommen)), die mädels haben ihre „stalker“ oder verliebten chinesen, die ihnen zeug kaufen wollen (das härteste war ein kühlschrank-angebot), als großer, athletisch bis sportlicher junge hast du unendlich auswahl in den clubs (um halb 3e tanzen 10 chinesen vor sich hin und bei dir sind 3 mädels ....).
Jedesmal wenn ich dann nachts die 5 min zum wohnheim laufe, denke ich: wegen dem weggehen könnte ich hier mindestens ein jahr leben. Außerdem werde ich in deutschland nicht mehr ausgehen können ohne enttäuscht zu sein. Nach dem, was man hier erlebt und wie es hier abgeht ist das schlicht unmöglich. Kurzum, wer mal richtig spass haben will kommt hierher, ein platz im wohnheim ist kein problem (7. stock ist fast komplett leer) und dann new taiping road!
Auch die clubs an sich sind ne andere nummer als in deutschland, zumindest im neugebauten 19 12.
Alles modern in der mitte oftmals bar und tanzfläche außenrum so art chilling-areas, überall die bedienungen, wobei die barkeeper trinkspiele mit den gästen spielen. Es ist so schwer das zu vermitteln (denk ich) ... man muss es einfach erleben ... genial.
Vor den (schwarzen) afrikaner haben sie ehr angst ... hab ich zumindest so mitbekommen und von meinen afrikanern hier erzählt bekommen.
Etwas völlig anderes ist die sicht auf die heimat, wenn man weg ist, oder besser die sicht von deutschland, die man von den chinesen vermittelt bekommt. Egal was man gesagt bekommt, der ruf, zumindest was man mitbekommt (vllt ist es ja doch nur höfflichkeit), ist sehr gut.
Man wird zu aller erst angesprochen, wie hochentwickelt d ist, wieviel technik dort her kommt, wie modern es dort ist, wie gut es den menschen geht und wie wenig umweltverschmutzung es gibt.
Dann gibt es natürlich das oktoberfest und das dt bier auf das man alle nase lang angesprochen wird.
Interessant ist auch die sache mit kindergeld und der möglichkeit soviel kinder zu bekommen wie man will in zeiten der chin. ein-kind-politik. Mein lehrer hat mich daraufhin gefragt, wie weit deutschland denn vom paradies entfernt ist.
Ach ja und man wird auch auf sportler angesprochen. Ganz oben auf der chinesischen rangliste steht dirk nowitzki, wobei er von den ebenfalls bekannten bis populären kahn, lehmann, lahm und ballack gefolgt wird.
Montag, 6. Oktober 2008
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