So, nun bin ich wieder in nanjing. Bin gestern um 3e in der nacht am wohnheim angekommen. Und es ist seltsam wie schnell man sich auch in der eigentlichen fremde eine heimat schafft. Denn es war wirklich ein gefühl des richtigen heimkommens, als man im bahnhof war oder vor dem wohnheim stand.
Aber zurück zum anfang; der reise nach hangzhou.
Wir fuhren mit dem nachtzug nach hangzhou, wobei diese art des reisens sehr angenehm ist. Man kann schlafen, die reise vergeht wie ím flug und man hat trotz 7 stunden reisezeit noch den ganzen tag vor sich.
Die schlafzüge muss man sich so vorstellen: ein wagoon getrennt durch eine art offene abteile mit jeweils einem engen gang und rechts sowie links 3er stockbetten.
Wie gesagt die reise verging schnell und verlief sehr angenehm trotz eines mannes in den stockbetten gegenüber dessen einziges hobby es war entweder die nase hoch zu ziehn, zu rülpsen, beim essen zu schmatzen bzw. jedes menschenmögliche geräusch zu machen. Zum glück hab ich von 7 stunden 6 oder so gepennt und musste mir die geräusche nicht antun.
Um 9 uhr waren wir schließlich in hangzhou und wollten erstmal die rücktickets kaufen. Um es kurz zu machen wir haben keine bekommen. Wir wurden von schlange zu schlange geschickt (was dauert in einer halle mit geschätzten 1000000000000 chinesen) und nach 1 ½ stunden hatten wir keinen bock mehr, nahmen uns ein taxi und ließen uns zur uni kutschieren.
Dort angekommen wurden wir von der freundin von farja erwartet, zum wohnheim geführt und bekamen unsere zimmer.
Die positive überraschung war hierbei, dass die zimmer nun doch 2 nächte frei warn, zusätzlich handelte es sich bei den zimmern um die (guten) gästezimmer des wohnheims.
Wir hatten also bad und dusche + fernseher (dt. wetten, dass ... läuft wirklich in china (hab ich auf dem 6ten kanal des staatsfernsehen entdeckt)) und echte matratzen im zimmer. Normale studentenbuden dort bestehen nur aus schrank tisch bett und stuhl. Hier in nanjing haben ja noch n bad, jedoch keine echten matratzen.
Nachdem das einchecken vollbracht war zogen wir los. Es wird ja immer behauptet hangzhou ist schön ... und das ist es wirklich. Es gibt dort einen großen see in der stadtmitte und darum sind unendlich viele parks mit einer padode (ebenso tempel/alten villen) neben der anderen dazwischen, wie gesagt, gärten und parks sowie brücken in allen variationen.
Die andere attraktion sind die wetlands, also etwas zwischen sumpf und wasserlandschaft, mit inseln, ebenfalls alten villen und tempeln sowie km an wegen und brücken.
Der letzte hotspot ist ein muslimisches restaurant im stadtzentrum, mit dem wahrscheinlich besten essen hangzhous. In drei tagen aufenthalt warn wir dort 3 mal essen. Die restlichen restaurants sind nicht so gut (in einem gab es hänchen mit bambus und kohl (suppe) mit dem kompletten hänchen im topf, wobei ich den kopf zu essen makaber finde und die füße einfach nicht schmecken).
Nach den 3 tagen taten mir dann die füße weh von dem ganzen gelaufe. Aber es ging ja richtung heimat (wir hatten mittlerweile bahnkarten in einem kartenoffice bei der uni gekauft (ging diesmal total schnell und einfach + billig (7h fahrt, sitzplatz: 6 euro!).
Um 5 uhr machten wir uns dann auf den weg, hatten um 18:00 ein taxi (irgendwie wollte ganz hngzhou auch taxifahrn), waren dann pünktlich um 18:30 am bahnhof, kurzer check-in und um 18:55 gings los.
Wir bekamen wahrscheinlich erst so spät ein taxi weil nationalfeiertag war. Der ist hier total langweilig (hatte mit paraden oder vergleichbarem gerechnet ... die leute nutzen es als familienfest oder für ausflüge).
Die rückfahrt war dann einerseits unangenehm für den hintern, aber sonst total lustig. In china muss man sich bahnfahren so vorstellen. Nicht alle haben sitzplatzkarten und stehen, liegen oder sitzen auf mitgebrachten hockern im gang. Dann läuft, wie in dt. das bahnpersonal durch die gänge und verkauft essen, snacks und trinken. Jedoch artet das dann in der nacht zu einem markt aus wenn alles mögliche (taschenlampe, spielzeug, schnittsichere unternhemden?!? ...) angepriesen werden.
Was dann noch sehr sympatisch ist, ist das wildfremde leute aufeinandertreffen ihre lebensgeschichten einander erzählen oder probleme und aktuelles diskutieren.
Angenehm ist auch, dass man als ausländer sehr nett behandelt wird.
In hangzhou wurde man dauernd angestarrt (was nicht sehr stört), mit hello angeredet oder um photos gebeten (was nervt (wer will kann das als nebenverdienst nutzen ...)).
naja während der fahrt durch die nacht bekamen wir dann noch die spektakulärere seite des feiertags zu sehen: es gab feuerwerke am himmel.
Ach ich hab noch was vergessen. Hangzhou hat auch einen ganialen nachtmarkt+eine wasser/fontainenshow am see.
Donnerstag, 2. Oktober 2008
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